Lebewesen der gleichen Art haben dieselben Ansprüche an ihre Lebensumwelt, um all ihre Bedürfnisse befriedigen zu können und so zu überleben. Verschiedene Arten hingegen unterscheiden sich auch in ihren Bedürfnissen. So benötigt eine Hundsrose eine andere Lebensraumausstattung als ein Löwenzahn, um das eigene Überleben zu sichern.
Es ist jedoch nicht nur das individuelle Überleben einzelner Lebewesen wichtig. Es wird in mehreren Ebenen unterschieden: das Individuum, die Population und die Art. Eine Population wird aus allen Individuen einer Art in einem mehr oder weniger zusammenhängenden Lebensraum gebildet.
Individuen können sich nur dann erfolgreich fortpflanzen und starke, gesunde Populationen aufbauen (und damit den Fortbestand der Art sichern), wenn
- die Population groß genug ist, um auch Fortpflanzungspartner*innen zu finden und
- benachbarte Populationen erreichbar sind, um sich auszutauschen und so Inzucht-Effekte zu vermeiden.
Andernfalls kommen keine jungen Individuen nach und es treten durch die verminderte genetische Vielfalt unter ihnen gesundheitliche Probleme oder eine reduzierte Anpassungsfähigkeit auf. Die lokale Population wird dadurch geschwächt, sodass diese nach und nach schrumpft oder anfällig für zufällige Auslöschung wird. Dadurch ist dann die gesamte Art in Gefahr.