Erfolgreiches Pilotprojekt in der Südweststeiermark
Was bewegt die Jugend in ihrer Gemeinde? Dieser Frage widmete sich das neue Beteiligungsprojekt „Kommunalpolitik trifft Jugend“, das als Pilot erstmals in zwei Gemeinden der Südweststeiermark, in Wildon und Preding umgesetzt wurde. Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren tauschten sich dabei direkt mit Vertreter*innen der im Gemeinderat vertretenen Parteien aus – auf Augenhöhe und mit viel Engagement.
Das Projekt wurde vom Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH initiiert und von beteiligung.st, der Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Bürger*innenbeteiligung, vor Ort umgesetzt. Ziel ist es, Jugendlichen eine Stimme in der Kommunalpolitik zu geben und den Dialog zwischen junger Generation und politischer Verantwortung zu fördern.
Auseinandersetzung mit der Gemeinde
In der ersten Projektphase setzten sich die Jugendlichen intensiv mit ihrer Gemeinde auseinander: Sie lernten, wie kommunale Entscheidungen getroffen werden, erkundeten ihrer Gemeinde bei einer Gemeindebegehung und hielten ihre Eindrücke fotografisch fest. Die Bilder, ergänzt durch Kommentare und Verbesserungsvorschläge, wurden auf einer interaktiven Online-Karte dokumentiert.
Moderierter Dialog mit Gemeinderatsmitgliedern
Der Höhepunkt des Projekts war ein moderierter Dialog mit den Gemeinderatsmitgliedern über Parteigrenzen hinweg. In Preding nahmen Monika Becker (ÖVP), Jonathan Kramer (SPÖ), Bernhard Landmann (FPÖ) und Claudia Schober (GRÜNE) teil. In Wildon waren Bürgermeister Christoph Grassmugg und Claudia Winter (ÖVP), Petra Nesitka (FPÖ), Werner Kammel (GRÜNE), Andreas Friessnegg-Fahrngruber (NEOS) und Rosemarie Schauer (Pro Wildon) anwesend.
Vielfältige Themen und Anliegen der Jugendlichen
Die Themen, die die Jugendlichen ansprachen, waren so vielfältig wie ihre Interessen: Freizeitangebote (Jugendkinos, Jugenddiscos, Skatepark, Pumptrack, Funcourt), Treffpunkte (Indoor – Outdoor, die Idee eines Jugendraums) bis hin zu Mobilität und Verkehrssicherheit. Auch der Wunsch nach mehr Mitspracherechten für Jugendliche deutlich geäußert.
Die Gespräche verliefen offen, respektvoll und konstruktiv. Die Jugendlichen brachten nicht nur ihre Anliegen ein, sondern auch kreative Ideen, während die Politik auf ihre Fragen und Anliegen eingingen. Erste Impulse für eine mögliche Weiterarbeit an konkreten Themen wurden bereits gesetzt.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sprechen für sich:
„Ich nehme mir mit, dass man seine Ideen nicht für sich behalten sollte, sondern versuchen muss, sich einzubringen“, meinte ein Jugendlicher. Ein anderer ergänzte: „Ich finde es cool, dass sich die Politik unsere Meinungen wirklich zu Herzen nimmt.
Nachhaltige Wirkung der Jugendbeteiligung
Besonders erfreulich ist, dass die Jugendbeteiligung vor Ort auch nachhaltig Wirkung entfaltet. In Wildon wurde der erste kommunale Jugendbeirat gegründet, während Preding an der Umsetzung und Konzeption eines Jugendraums im ehemaligen Kürbismuseum arbeitet.
Wir freuen uns auf das Interesse weiterer Gemeinden. Ein Leitfaden zur Durchführung, sowie der Projektbericht sind anbei zum herunterladen.


