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Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme in Naturparken Österreichs

Mit dem Projekt „Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme in Naturparken Österreichs“ nutzen und bündeln fünf Naturparke in vier Bundesländern gemeinsam mit dem VNÖ die Kraft ihres Netzwerks. Die geplanten Wiederherstellungsmaßnahmen zielen auf prioritäre, beeinträchtigte Ökosysteme und deren Verbesserung bzw. Wiederherstellung ab und betreffen sechs Feuchtgebiete und 35 Sonderstandorte mit einer Gesamtfläche von 47,8 ha.

Informationen zum Projekt

Projektträger*innen

Naturpark Südsteiermark

Projektlaufzeit

05/2023 – 12/2025

Förderung / Finanzierung

VNÖ – Verband der Naturparke Österreichs

Die beteiligten Naturparke sind: Rosalia-Kogelberg im Burgenland, Kamptal-Schönberg in Niederösterreich, Steirische Eisenwurzen, Kaunergrat in Tirol und der Naturpark Südsteiermark. Die Vorhaben der Naturparke zielen darauf ab, dass Feuchtgebiete und Sonderstandorte, also wichtige Lebensräume und dort vorkommende Arten erhalten werden. Durch Einbeziehung führender Expert*innen werden ein Erfahrungsaustausch über Bundesländergrenzen hinweg gefördert. Um eine erfolgsversprechende Vorgehensweise in den Naturparken und den Informationsfluss über Bundesländergrenzen hinweg zu ermöglichen, ist die Einbindung eines Expert*innen- Beirats, diverse Workshops und Fachexkursionen geplant. Zur optimalen Durchführung der Wiederherstellungsmaßnahmen wird zudem auch eine „Helpline“ für die beteiligten Naturparke eingerichtet. Hier beantworten Expert:innen im Prozess aufkommende Frage- und Problemstellungen fachkundig und lösungsorientiert. Eine weitere Begleitmaßnahme im Projekt ist die Bewusstseinsbildung. Diese zielt auf die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Bedeutung von Feuchtgebieten und Sonderstandorten für die Biodiversität ab. Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung werden sowohl von den beteiligten fünf Naturparken als auch vom VNÖ durchgeführt.

Neophytenmanagement in Schutzgebieten des Naturpark Südsteiermark

Im Naturpark Südsteiermark konzentrieren wir uns auf das Neophytenmanagement in wertvollen Schutzgebieten. Unter Neophyten werden Pflanzen verstanden, die direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst vom Menschen nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen. Durch diese gebietsfremden Arten können zahlreiche Probleme entstehen. Durch ihre oft opportunistische Lebensweise sind sie besser an den Lebensraum angepasst als heimische Arten, die durch die invasiven, gebietsfremden Arten verdrängt werden. In weiterer Folge wird die bereits etablierte heimische Biodiversität gefährdet. Neben der Verdrängung heimischer Arten findet eine Hybridisierung statt, d.h. eine genetische Durchmischung heimischer und invasiver Arten.

Zudem stellt das Eindringen der gebietsfremden Arten eine enorme finanzielle Belastung dar, Tendenz steigend.

Die invasiven Arten sind oft Ursache für Schäden in Land- und Forstwirtschaft (Zuwachsverluste, Ernteverluste), Schäden an Infrastruktur (Durchbrechen von Bauwerken, Durchgraben von Uferböschungen) und volkswirtschaftliche Schäden (Kosten im Gesundheitswesen, Bekämpfungskosten). Ebenso können durch die Neobiota gesundheitliche Probleme entstehen, denn gebietsfremde oder invasive Arten sind oft Überträger von Krankheiten gegen jene die heimischen Arten keine Abwehrmechanismen besitzen.

Der Naturpark Südsteiermark hat auch viele dieser neuen Pflanzen- (und Tierarten) aufzuweisen und versuchte schon in der Vergangenheit Maßnahmen umzusetzen und Bewusstsein (z.B: „Aliens auf der Speisekarte“) für diese Thematik zu schaffen. Entsprechend der Klimawandelanpassungsstrategie der Südweststeiermark, in der diese Problematik ebenso beschrieben wird, wird versucht über die Projekteinreichung im Biodiversitätsfonds in drei besonders repräsentativen Teilräumen (Altarme in Naturschutzgebieten = NSG und Hügellandbach in geschütztem Landschaftsteil = GLT) des Naturparks ein erfolgreiches, erprobtes und geprüftes Neophyten Management mit der BERG- und NATURWACHT Leibnitz zu erarbeiten.

Mag.a Anna Luidold

Regionalmanagerin
T: +43 676 845961309
a.luidold@naturpark-suedsteiermark.at

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