Von der Südweststeiermark nach Brüssel: LEADER-Regionen im Zentrum der EU-Politik

Von der Südweststeiermark nach Brüssel: LEADER-Regionen im Zentrum der EU-Politik

Von der Südweststeiermark nach Brüssel: LEADER-Regionen im Zentrum der EU-Politik 1024 768 Regionalmanagement Südweststeiermark

Exkursion bietet Austausch mit Abgeordneten und Einblicke in den neuen EU-Finanzrahmen 

Wie entstehen politische Entscheidungen auf europäischer Ebene? Welchen Einfluss haben diese auf ländliche Regionen? Wie können wir die Zukunft der EU aktiv mitgestalten? Diesen Fragen gingen 35 Teilnehmer*innen der LEADER-Regionen Schilcherland und Südsteiermark bei einer Exkursion nach Brüssel vom 2. bis 4. März 2026 nach. Die Reise fand im Rahmen des LEADER-Kooperationsprojekts „Europa erleben – die Region stärken“ statt und wurde von der Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH organisiert. 

Bereits am ersten Tag erhielten die Teilnehmenden bei einer Stadtführung einen facettenreichen Eindruck von Brüssel: Vom historischen Grand Place bis ins Europaviertel wurde sichtbar, wie eng Geschichte, Kultur und europäische Politik in der belgischen Hauptstadt miteinander verwoben sind. 

Einblicke in europäische Institutionen und politische Prozesse

Ein erster inhaltlicher Höhepunkt folgte mit dem Besuch der Europäischen Kommission. Dort bekamen die Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeitsweise der Institution und die Vorschläge zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik im Rahmen des neuen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU, der gegenwärtig verhandelt wird.  

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Interessenvertretung und parlamentarischen Arbeit. Im Steiermark-Büro erfuhren die Teilnehmenden, wie regionale Anliegen gezielt in Brüssel eingebracht werden. Anschließend ging es ins Europäische Parlament: Neben einer Führung durch den Plenarsaal bot sich die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Europaabgeordneten aus verschiedenen politischen Fraktionen: Reinhold Lopatka, Georg Mayer, Thomas Waitz und Elisabeth Grossmann. 

Austausch mit Europaabgeordneten und Blick auf die Zukunft der EU

In den Gesprächen wurde deutlich, dass parteipolitische Zugehörigkeiten und nationale Interessen zwar eine Rolle spielen, in vielen Bereichen jedoch die Zusammenarbeit über Fraktions- und Ländergrenzen hinweg im Vordergrund steht. Die Abgeordneten arbeiten jeweils an unterschiedlichen Themenfeldern, bringen aber gemeinsam europäische Lösungen auf den Weg. 

Neben Fragen der ländlichen Entwicklung wurden auch weitere zentrale Zukunftsthemen diskutiert: darunter EU-Erweiterung, Wirtschafts- und Handelspolitik, Zollfragen sowie Verteidigung und Außenpolitik. Auch das Thema Deregulierung wurde aufgegriffen, verbunden mit

der Frage, welche Vorgaben tatsächlich auf EU-Ebene entstehen und welche auf nationaler Ebene gestaltet werden. 

Die persönlichen Begegnungen hinterließen bleibenden Eindruck. „Es ist beeindruckend, vor dem Europäischen Parlament zu stehen und zu sehen, wie viele Nationen hier gemeinsam an Lösungen arbeiten“, so die Teilnehmenden. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich aktiv einzubringen, sei es auf regionaler, nationaler oder europäischer Ebene. 

Am dritten Tag führte die Exkursion zur Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union. Dort erhielten die Teilnehmenden vertiefende Einblicke in aktuelle europapolitische Themen sowie in die Rolle Österreichs im Zusammenspiel der Mitgliedstaaten. Im Anschluss trat die Gruppe die Heimreise an. 

Neben dem intensiven inhaltlichen Programm blieb auch Raum, Brüssel kulinarisch und kulturell zu entdecken. Vor allem aber stärkte die Reise den Austausch zwischen den LEADER-Regionen und vertiefte das Verständnis dafür, wie europäische Entscheidungen zustande kommen und wie man selbst daran mitwirken kann. 

Elisa Schwab, BSc

Regionalmanagerin – LEADER Schilcherland
T: +43 676 845 961 319
e.schwab@rmsw.at

Mag. Jan Killmann

Regionalmanager – LEADER Südsteiermark
T: +43 664 9689606
j.killmann@rmsw.at

Die Brüssel Exkursion wurde im Rahmen des LEADER-Kooperationsprojekts der Regionen Schilcherland und Südsteiermark von Bund, Land und Europäischer Union unterstützt.